Persönliche Challenges

In den letzten Wochen bzw. Tagen wurde meine Kraft und meine Energie und ja, selbst mein Glaube regelrecht auf die Probe gestellt... Es gab Momente, an denen ich wirklich daran gezweifelt habe, ob ich das alles überhaupt noch schaffen könnte. UND JA, ich kann es mit Hilfe meines Glaubens und meiner Familie sowie mit Freunden, die an mich glauben und an meine Vision und Mission für Afrika...

 

 

 

Ich möchte heute etwas Persönliches loswerden und darüber schreiben…

 

Ich habe die Organisation nun vor 1,5 Jahren gegründet, um nachhaltig etwas an der positiven Entwicklung für und in Afrika, beizutragen. Ich habe durch meine Reisen und meine Liebe zu Afrika und den Kindern viel gesehen und Vieles erlebt. Viele Dinge gesehen, die mich schockierten und die mich teilweise psychisch sowie physisch an meine Grenzen brachten. Ich habe aber auch in dieser Zeit meinen Sinn im Leben, nach dem ich jahrelang verzweifelt gesucht hatte, gefunden.

 



 

Ich sehe meine Zeit auf Erden als Geschenk. Ich sehe mich als Gast hier für eine begrenzte Zeit. Ich sehe es als Chance, die mir von Gott gegeben wurde. Viele Jahre war ich sehr mit mir selbst beschäftigt. Habe kaum im Hier und Jetzt leben können, da mich die Vergangenheit und die Erlebnisse immer wieder einholten und mich so vereinnahmt haben, dass ich kaum in der Lage war, irgendetwas zu fühlen oder die schönen und positiven Seiten wahrnehmen zu können und um dadurch die Kraft aufbringen zu können, etwas davon zurückzugeben.

 

 

 

 

 

Als ich mich für die Arbeit in Afrika entschieden habe und die Organisation gegründet habe, spielten mehrere Aspekte für mich persönlich eine große Rolle. Die Kinder und Frauen und deren Sicherheit sowie die MENSCHLICHKEIT standen und stehen für mich und mein Team an 1. Stelle. Zudem möchte ich hier ausdrücklich festhalten, dass die Arbeit und die Projekte, die wir mit Daniela Sacko Ministries ins Leben rufen, nicht nur für eine gewisse Zeit, sondern dauerhaft und nachhaltig die Situation für die betroffenen Kinder und Frauen und auch die Entwicklung verändern sollen. Die Organisation ist für mich weder ein Business oder ein Zeitvertreib nebenbei. Seit ich ein kleines Mädchen bin, haben mich die Zustände, die ich lediglich aus dem Fernseher kannte, in den Bann gezogen und mich immer wieder fragen lassen, warum es den Menschen die so weit weg leben, so anders geht als uns. Je älter ich wurde, desto mehr war ich fast besessen auf die Hintergründe und die Frage, WIESO?

 

 

 

Warum existiert diese „Dritte Welt“?

 

Warum gibt es diese Armut, wenn es doch eigentlich Fakten und Statistiken gibt, die bezeugen, dass es genügend Nahrung für 12 Milliarden Menschen gibt. Warum werden Mädchen immer noch auf grausamste Weise beschnitten, wenn man doch heute „weiß“, dass die Gründe dafür gar nicht existieren oder wahr sind. Warum wird Bildung vorsätzlich verhindert?

 

Warum müssen Kinder sich für Schuldgeld prostituieren oder menschenunwürdige Arbeit verrichten?

 

Warum werden minderjährige Mädchen und Jungs für eine Eheversprechen und Geschenke dafür verkauft?  

 

Warum löst sich dieser Kreislauf, trotz unseres Wissens und unserer Möglichkeiten, die wir haben, nicht auf?

 

 

 

So viele Fragen auf die ich Antworten und Lösungen suche! Genau das ist meine Aufgabe! Ich hinterfrage, so lange bis ich meine Antworten habe und etwas zur Lösung beitragen kann.  Ich stehe auf und leihe meine Stimme, denen, die nicht gehört werden. Ich nutze meine Zeit, die mir gegeben wurde hier auf Erden, um daran etwas zu ändern.

 

 

 

Diese Arbeit erfordert viel Kraft. Und doch gibt es Menschen, die meine Passion und Vision hinterfragen und verurteilen. Die Arbeit erfordert oft harte Entscheidungen. Egal, wie schwer es mir fällt oder wie sehr es mich enttäuscht, oder verletzt, es geht einzig und allein darum, etwas an den vorerwähnten Fakten zu ändern! Wir Menschen sind es, die die Welt zu dem gemacht haben, wie sie heute leider ist. Es gibt so viel Hass, so viel Ungerechtigkeit, so viel Armut und Leiden! Da frage ich mich täglich, soll das, das Leben und die Welt sein, die Gott für uns erschaffen hat?  

 

 

 

In den vergangenen Tagen ist vieles passiert. Vieles, was mich hat Zweifeln lassen, ob ich das alles schaffe oder ob ich überhaupt die Kraft dafür aufbringen kann. Seit Anbeginn der Gründung dieser Organisation gibt es immer wieder Drohungen über Social Media. Seit Anbeginn werde ich oft beschimpft oder verurteilt. Ob es von Seiten der Menschen hier oder in Afrika ist!

 

 

 

UND JA, ICH KANN! Ich habe keine Angst, denn ich bin nicht allein!

 

 

 

Ohne meinen Glauben und ohne meine Familie und Freunde, die an mich glauben, wäre es nicht machbar! Dafür möchte ich heute Gott und den Menschen danken, die an mich glauben! Dafür möchte ich meinem Team hier und meinem kleinen Team, welches mir in Kenia noch geblieben ist, DANKEN! Gemeinsam werden wir es schaffen, die Welt etwas besser zu machen!